Mit Januar 2026 steht in Wien eine bedeutende Änderung beim Wohnbauförderungsbeitrag an. Diese Änderung betrifft sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer und zielt auf die Unterstützung von Wohnbauprojekten sowie sozialer Infrastruktur ab.
Änderung des Beitrags
Der Wohnbauförderungsbeitrag in Wien wird von 1,0 % auf 1,5 % angehoben. Diese Erhöhung wird sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern zu gleichen Teilen getragen, was bedeutet, dass der jeweilige Beitragssatz von 0,5 % auf 0,75 % steigt.
Einführung einer Zweckbindung
Ein weiterer Aspekt der Änderung ist die Einführung einer gesetzlichen Zweckbindung des Beitrags. Dies bedeutet, dass die zusätzlichen Mittel zweckgebunden für den Wohnbau sowie für soziale Einrichtungen wie Schulen und Spitäler verwendet werden müssen.
Betroffene und Ausnahmen
Betroffen von dieser Erhöhung sind alle Arbeitnehmer, die über der Geringfügigkeitsgrenze beschäftigt sind und deren Arbeitsort in Wien liegt. Ausgenommen von der Erhöhung sind jedoch Lehrlinge, geringfügig Beschäftigte, AG-Vorstände und freie Dienstnehmer.
Auswirkungen auf Unternehmen
Für Unternehmen in Wien bedeutet die Erhöhung eine dauerhafte Anhebung der Lohnnebenkosten um 0,25 Prozentpunkte beim Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung. Beispielsweise erhöht sich bei einem 1.000 Euro Bruttomonatsentgelt der jährliche Beitrag um 30 Euro.
Auswirkungen auf Mitarbeiter
Auch der Anteil der Arbeitnehmer zur Sozialversicherung erhöht sich um 0,25 Prozentpunkte. Diese Erhöhung führt zu einem Nettoverlust, der jedoch durch die steuerliche Absetzbarkeit der Sozialversicherungsbeiträge etwas gemildert wird. So sinkt beispielsweise der Nettobezug bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro jährlich um 63 Euro im Vergleich zu anderen Bundesländern.
Handlungsempfehlungen
Für Unternehmen
Vor allem personalintensive Betriebe sollten diese zukünftige Mehrbelastung in ihre Kalkulationen und Preisgestaltungen für das Jahr 2026 einplanen. So können Unternehmen auf die höheren Lohnnebenkosten vorbereitet sein.
Für Mitarbeiter
Arbeitnehmer sollten beachten, dass die steuerliche Absetzbarkeit der Sozialversicherungsbeiträge den Nettolohnverlust etwas abfedert. Eine frühzeitige Planung kann helfen, finanzielle Auswirkungen besser zu handhaben.
Mit dieser Anpassung setzt Wien auf langfristige Investitionen in Wohnbau und soziale Infrastruktur, was für viele Beteiligte sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen wird.


